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Braut mit Brautkrone

Die Brautkrone (regional auch anders benannt, z. B. im Schwarzwald Schäppel) ist eine Kopfbedeckung, die ledige Frauen an Feiertagen und Festen tragen, zuletzt an ihrem Hochzeitstag.


Die Brautkrone ist im Vergleich mit Brautkranz und Schleier wohl das älteste Schmuckstück auf dem weiblichen Kopf. Die Braut wollte mit diesem Symbol ihre Reinheit darstellen und war zugleich ein Statussymbol für die Familie. Besonders in bäuerlichen Gegenden war und ist auch noch die Brautkrone sehr beliebt. In einigen Gegenden legte die Braut nach dem Kirchgang die Krone ab und hängte sie über den Hochzeitstisch als Zeichen des Friedens.


Aussehen waren je nach Gegend und Ort sehr unterschiedlich. Am Anfang wurden sie mit Blüten, Tannenzweigen, Kräutern und reifen Früchten geschmückt. In späteren Zeiten und auch heute noch wurden dann kostbarere Materialien verwandt wie Perlen, Spiegel, Silber und Gold. Diesen wertvollen Kopfschmuck konnten sich nur wohlhabende Familien leisten.


Die weniger wohlhabenden konnten ihn aber ausleihen, meist bei Nachbarn und Freunden, die dann als Gegenleistung in Naturalien bezahlt wurden. Oft besaßen auch die Kirchen oder die Gemeinden solche Brautkronen und wurden von ihnen ausgeliehen. Im Zuge des 18. Jahrhunderts wurde vielerorts dann die Brautkrone wieder vom Brautkranz abgelöst, wie er als heidnischer Brauch schon im 4. Jahrhundert zu finden war.


Heute werden Brautkronen traditionell im Zusammenhang mit einer Tracht getragen oder als kleine Ausgabe in Form eines kleinen Krönchens oder eines Diadems.

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