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Die ersten Personen die offiziell von einer Heiratsabsicht erfahren, sind in aller Regel die Brautmutter nebst Gatten. Manche Brautmütter tut sich mit dieser Nachricht schwer, da sie davon ausgeht nun ihre Tochter zu verlieren. Dem ist aber nicht so, die junge Frau ist Erwachsen geworden und wie viele andere Frauen auch, wird sie nun ihr eigenes Leben leben. Das sollte ihre Mutter ihr gönnen, es war ja bei ihr selbst nicht anders. Da es aber nun viel zu planen und zu organisieren gibt, sollte die Brautmutter ihre Hilfe und Lebenserfahrung anbieten. Den auf Grund ihres Erfahrungsschatzes und der emotionalen Verbundenheit wird sie wärend der Planungsphase immer wieder der erste Ansprechpartner sein.


Meistens teilt das junge Paar mit ihrer Heiratsabsicht auch gleich das Hochzeitsdatum mit.


Wenn die Tochter dann erst einmal vor dem Traualtar steht, wird die Brautmutter von diesem wundervollen Moment ganz besonders ergriffen sein.


Traditionelle Aufgaben einer Brautmutter

Während der Vorzeit und der eigentlichen Feier der Hochzeit, gibt es eine Vielzahl von traditionellen Aufgaben einer Brautmutter:


Aufstellen der Gästeliste

Am Anfang sollte genau die Anzahl der Gäste ermittelt werden. An der Liste sind viele beteiligt, für die Familie der Braut, sind das die Braut selbst, Brautmutter und Brautvater. Alle schreiben die Gäste auf, die eingeladen werden sollen. Das gleiche passiert in der Familie des Bräutigams, der das mit seiner Mutter und seinem Vater arrangiert. Ca. 6 Wochen vor dem Fest, ist nach Eingang aller Zusagen, bekannt wie viele Gäste tatsächlich kommen werden.


Einladungen

Oft wird es als eine schöne Aufgabe angesehen, anhand der vorläufigen Gästeliste Einladungen zu versenden. Es ist anzuraten jede Zu- oder Absage auf einer Liste entsprechend zu vermerken. Auch das Nachfragen und Erinnern der Eingeladenen fällt in das Resort der Brautmutter..


Blumenschmuck

Eine weitere schöne Aufgabe: Mit der Braut bespricht Sie den Blumenschmuck. Welcher Blumenschmuck erforderlich ist, und wie er auszusehen hat, erfahren Sie unter Blumen und Tischdekoration.


Informationsdienst

Um es allen Beteiligten leichter zu machen, wurde auf der Einladung bereits angegeben, ob das Brautpaar lieber Geldgeschenke möchte, eine Geschenkeliste vorliegt oder ein Geschenketisch, bei einen Händler oder einem Online-Anbieter, erstellt wurde. Die Brautmutter hat alle relevanten Adressen. Das wichtigste ist aber das koordinieren der Geschenke. Nichts ist schlimmer als wenn auf einmal zweimal das selbe geschenkt wird. Also auch hier eine Liste führen und Geschenke abhaken. Auch das zusammenführen mehrerer Gäste für ein etwas kostspieligeres Geschenk liegt in den Händen der Brautmutter.


Hochzeitsgeschenke vorab entgegennehmen

Um das Brautpaar zu entlasten gehen früher eingehende Geschenke zu Händen der Brautmutter zur Verwahrung.


Hochzeitsfeier organisieren

Mit dem Brautpaar zusammen organisiert sie die Hochzeitsfeier. Sie sucht z.B. die Räumlichkeiten für die spätere Feier aus. Mit einbezogen sollten Gedanken wie Raumgröße, Vorhandensein eines Spielbereichs für Kinder, behindertengerechte Räumlichkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten für ihre Gäste usw. werden.


Ein Gespräch mit der Mutter des Bräutigams bezüglich der jeweiligen Brautkleider ist erforderlich, damit nicht beide im gleichen Kleid zur Hochzeit kommen.


Wer könnte sich besser um Unterkünfte für auswärtige Hochzeitsgäste kümmern?


Die Sitzordnung

Es ist schwerer als man glaubt, zu bestimmen wer wo an einem und vor allem welchen Tisch sitzt. Es muss an so vieles dabei gedacht werden, wie z.B. wo und wie man die Tische aufstellen will. Das Brautpaar hat nach alter Tradition den Platz mit dem besten Überblick an der Festtafel. Unter Sitzordnung ist die althergebrachte Platzierung, der Eltern und weiterer Angehöriger, nachzulesen.


Wenn es soweit ist


Die Trauung

Für eine Brautmutter kann es nichts Schöneres geben, ihre Tochter heiratet. Sie kann ihre Tochter ausgiebig beobachten. Sie sollte darum etwas früher als die Braut am Ort der Trauung ankommen. Der Brautführer geleitet sie, bei einer traditionellen kirchlichen Trauung, zu ihrem Platz vorne links. Ist die Braut in die Kirche eingezogen, kann sie entweder ihr oder der Trauzeugin, wegen dem folgenden Ringtausch, den Brautstrauß überreichen. Unter keinen Umständen darf die Trauzeugin den Brautstrauß vor dem Brautstrauß-Wurf berühren, wenn sie noch nicht verheiratet ist. Das könnte ein böses Omen bedeuten. Ist die Trauung vollzogen, begibt sich der Hochzeitszug aus der Kirche. Der Platz der Brautmutter im Hochzeitszug ist direkt hinter der Braut. Als Begleiter kommt der Brautvater oder der Bräutigamvater in Frage. Eine größere Familienbindung entsteht wenn Brautmutter vom Bräutigamvater und Bräutigammutter vom Brautvater begleitet werden.


Die große Hochzeitsfeier

Die Brautmutter ist die offizielle Gastgeberin, obwohl der heutige Tag der Braut gehört. Die Begrüßung der Hochzeitsgäste kann auf mehrere Arten erfolgen:

  • Alleinige Begrüßung durch das Brautpaar. Die Elternpaare können unterdessen die Gäste miteinander bekanntmachen.
  • Wenn eine gemeinsamme Begrüßung gewünscht ist, sieht die Reihenfolge wie folgt aus: die Braut steht vorn, dann der Bräutigam, die Brautmutter, der Brautvater und nach ihm die Eltern des Bräutigams.

Der Brautmutter und Gastgeberin steht das Recht zu sich die Speisen und auch die Bedienung anzusehen. Es sollte genügend Bedienungspersonal vorhanden sein, so das die Gäste nicht zu lange warten müssen.


Abschluss der Feierlichkeiten

Nach alter Tradition ist es jetzt für die Brautmutter noch nicht vorbei. Ein kleines Trinkgeld für das Personal, Restbeträge sind noch auszugleichen (Künstler, Taxi, DJ's usw.), Erkundigungen über Schäden beim Betreiber einzuholen und liegen gelassene Gegenstände (Krawatten, Sakkos, Taschen usw.) einzusammeln.

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